Verhalten ist Kommunikation

PädagogInnen und „schwierige Kinder“

Die Anforderungen an pädagogische Fachkräfte steigen mit der Entwicklung und Veränderung der Gesellschaft. Während detaillierte Bildungsprogramme versuchen, den pädagogischen Fachkräften einen guten Plan für die Umsetzung des Bildungsauftrags zu bieten, bleiben einige Herausforderungen der Alltagspraxis noch ungelöst.

Dazu gehört der Umgang mit dem Verhalten von sogenannten „schwierigen Kindern“ und daraus resultierend mit dem entsprechenden eigenen Verhalten. In vielen Fällen führt das Thema Verhalten sogar zu Überforderung und Hilflosigkeit.

Diese teils praktische, teils theoretische Fortbildung bietet den Impuls an, pädagogischen Kräften verschiedene Verhaltenswege in der Zusammenarbeit mit „schwierigen Kindern“ allein und im Team methodisch zu analysieren, planen, überprüfen und erfolgreich in die Alltagspraxis umzusetzen.

Voraussetzung für diese Fortbildung ist die Erkenntnis, dass die pseudo-diagnostische Suche nach Ursachen des Verhaltens oft zur Verschwendung von Zeit und Motivation führt und letztendlich wenig Sinn macht.
Im Gegensatz wird in dieser Fortbildung ein praxisbezogener Leitfaden angeboten, mit dem die pädagogische Fachkraft stufenweise an ihrem eigenen Verhalten in besonderen Alltagssituationen bzw. Räumen der Einrichtung arbeiten kann und zeitgleich eine bewusstere und strukturiertere Beziehung mit jedem Kind aufbauen kann.

Mit einem respektvollen Blick auf die Selbstregulation jedes kindlichen Menschen geht es in dieser Fortbildung darum, Beziehungen, Gespräche, Sprache und Körpersprachen methodisch zu erforschen. Es geht auch darum zu reflektieren und auszuprobieren, wie sich Verhalten verändert, wenn Beurteilung, oberflächliche Diagnosen und vor allem negative Aufmerksamkeit graduell aus dem Alltag verschwinden würden.

In der Fortbildung werden Anregungen und Mustersituationen zum Teil durch Anekdoten der Teilnehmenden und zum Teil durch verschiedene Erfahrungsobjekte nach dem Pädagogen, Handwerker und Schriftsteller Hugo Kükelhaus metaphorisch und praktisch vertieft.

Verhalten ist Kommunikation. Es geht letztendlich darum zu lernen, hörbereit zu sein.
Nur ein Verhalten kann dabei verändert werden und zwar unser eigenes
.

 

Dauer
a. Impulsveranstaltung: 1 Tag
b. Seminar: 2 Tage
c. Längerfristige Begleitung/Beratung

Ort
Ich komme direkt zu Ihrer Einrichtung: Kindertagesstätten, Schulen, Bildungsstätten, Gärten, Innenhöfe, Spielplätze oder Dachterrassen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wirkungsschwerpunkte

Kultur der Zusammenarbeit im Team
Kommunikation im Erziehungsbereich
Sinne und Kommunikation
Verhaltenswege in der Zusammenarbeit mit „schwierigen Kindern“
– Wahrnehmung in der Psychomotorik
– Pädagogik im Außengelände
– Raumgestaltung im Außengelände
– Pädagogische Kompetenzen zum Entwurf digitaler Produkte für Kinder

Zielgruppen

Sowohl pädagogische Fachkräfte aus Kindergärten und aus Horten als auch ganze Kindergarten-Teams können sich bei dieser Fortbildung mit einem methodischen Leitfaden zum erfolgreichen Umgang mit dem Verhalten der Kinder auseinandersetzen und einen Umsetzungsplan für ihre Einrichtungen mitnehmen.
Einrichtungsleitungen aus einem gemeinsamen Kita-Träger können kollegial an diese Fortbildung teilnehmen. Sie erarbeiten eine Methode und praktische Hinweise für den Umgang in ihren Häusern mit pädagogischen Fachkräften, Kindern und ihren Eltern zum Schwerpunkt Verhalten.
Kolleg_innen eines Lehrerkollegiums finden bei dieser Fortbildung die Möglichkeit, neue Umgangsformen mit dem Verhalten ihrer Schüler_innen wirklich kollegial zu erforschen und umzusetzen. In der praktischen Arbeit mit Selbst- und Fremdwahrnehmung zum Aufbau einer strukturierten Arbeitsmethode liegt die Stärke dieser Fortbildung.

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